Allgemeine Beförderungsbedingungen (ABB)

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ALLGEMEINE BEFÖRDERUNGSBEDINGUNGEN DER YOURWAYS LUFTVERKEHRSGESELLSCHAFT MBH

Stand 26. April 2018


1. ANWENDUNGSBEREICH

1.1     Diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen (nachfolgend auch nur „ABB“ genannt) gelten für sämtliche Vertragsschlüsse über die Beförderung von Fluggästen und Gepäck, einschließlich der damit zusammenhängenden Leistungen, durch die Yourways Luftverkehrsgesellschaft mbH (nachfolgend auch nur „Yourways“ genannt).

1.2     Im Falle einer Flugbuchung, ist Yourways berechtigt diesen Flug auch durch ein anderes Luftfahrtunternehmen auszuführen.

 

2. DEFINITIONEN

Yourways

Der Name „Yourways“ bezeichnet das Luftfahrtunternehmen, mit welchem der Beförderungsvertrag abgeschlossen wird, welches hier die Yourways Luftverkehrsgesellschaft mbH ist.

Ausführendes Luftfahrtunternehmen

Ausführendes Luftfahrtunternehmen bezeichnet das Luftfahrtunternehmen, welches im Auftrag der Yourways den gebuchten Flug oder eine Teilstrecke durchführt.

Flugschein

Das von Yourways ausgestellte Dokument (Ticket) in elektronischer Form oder Papierform, einschließlich aller darin enthaltenen Flugcoupons, Fluggastcoupons und sonstigen Coupons, das die Beförderung des Fluggastes und seines Gepäcks vorsieht.

Flugcoupon

Flugcoupon ist ein Teil des Flugscheins und berechtigt den Fluggast zur Inanspruchnahme einer Beförderungsleistung für die angegebene Flugstrecke.

Fluggast

Fluggast ist jede Person mit Ausnahme von Besatzungsmitgliedern, die dem Flugschein zufolge und auf der Grundlage eines wirksamen Beförderungsvertrages mit Yourways in einem Flugzeug befördert wird oder werden soll.

Flugliniencode/ Rufzeichen

Der Flugliniencode/das Rufzeichen ist der aus zwei oder drei Buchstaben bestehende Code, welcher das ausführende Luftfahrtunternehmen bezeichnet.

Flugstrecke

Flugstrecke ist die Distanz zwischen Start- und Landeplatz, die ein Luftfahrzeug während eines Fluges überwindet.

Flugumleitung

Die Ausstellung eines neuen Flugscheins, der die Beförderung zu denselben Zielen abdeckt, jedoch über eine andere Streckenführung als die, die auf dem vom Fluggast gehaltenen Flugschein bzw. einem Teil desselben angegeben ist, oder die Einlösung des vom Fluggast gehaltenen Flugscheins oder eines Teils desselben zur Beförderung des Fluggastes zum selben Ziel wie darauf angegeben, aber über eine andere Streckenführung, als die, die darauf angegeben ist.

Gefahrgut

Unter Gefahrgut sind die nach den IATA-Gefahrgutvorschriften (IATA-DGR) in ihrer jeweils gültigen Fassung definierten Güter zu verstehen. Diese können unter www.yourways.de/fluginformationen/gefahrgut eingesehen und heruntergeladen werden.

Höhere Gewalt

Höhere Gewalt liegt vor, wenn ein betriebsfremdes, von außen durch Naturkräfte oder durch Handlungen Dritter herbeigeführtes Ereignis eintritt, das nach menschlicher Einsicht und Erfahrung nahezu unvorhersehbar ist und auch durch den Einsatz äußerster Sorgfalt nicht verhindert werden kann.

Inselbewohner

Inselbewohner im Sinne dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen sind alle natürlichen Personen, die ihren amtlich gemeldeten Hauptwohnsitz auf einer der deutschen Nordseeinseln, der deutschen Halligen oder auf der Halbinsel Eiderstedt innerhalb der Amtsbezirke Garding, Oldenswort, Osterhever, St. Peter-Ording, Tating, Tetenbüll und Witzwort haben.

Kleinkinder

Kleinkinder sind Kinder unter 2 Jahren.

Meeting Point

An Flugplätzen, die über keine Check-in Schalter und/oder keinen Flugsteig (Boarding Gate) verfügen oder an denen Yourways sich gegen die Verwendung eines Check-in Schalters und/oder Boarding Gates entschieden hat, werden durch die Yourways Treffpunkte (Meeting Point) eingerichtet. Eine Liste aller betreffenden Flughäfen sowie Lagebeschreibungen der Meeting Points können im Internet unter www.yourways.de/fluginformationen/checkin eingesehen werden. Meeting Points sind als „Meeting Point Yourways“ gekennzeichnet.

Roundtrip

Werden innerhalb einer Buchung mehrere Flüge zusammengefasst, in der Regel zu einem günstigeren Preis als derer der Summe der Einzelverbindungen innerhalb desselben Tarifes, so handelt es sich bei der Buchung um einen Roundtrip.

Tarif

Tarif bezeichnet den durch den Buchenden zu entrichtenden Endpreis inklusive aller Steuern, Zuschlägen und Gebühren, einschließlich der Tarifbedingungen für den jeweiligen Flug, z.B. im Falle von Umbuchung oder Erstattung.

SZR

Ein Sonderziehungsrecht (SZR), so wie es durch den Internationalen Währungsfonds definiert wird.

 

3. BUCHUNG

3.1     Kontaktmöglichkeiten des Kunden

Alle Mitteilungen oder Informationen des Buchenden/Fluggastes werden durch das Service Center der Yourways bearbeitet. Dieses ist unter der Rufnummer +49 (0)4743 95695 90, der Faxnummer +49 (0)4743 95695 99, per E-Mail unter servicecenter @yourways.de oder unter der Anschrift Yourways Luftverkehrsgesellschaft mbH, Service Center, Leher Landstraße 14, 27607 Geestland, Deutschland, täglich von 09:00 bis 16:00 zu erreichen.

3.2 Beförderungsvertrag

3.2.1     Bei allen im Internet unter www.yourways.de kommt der Beförderungsvertrag zwischen Yourways und dem Buchenden nach Anklicken des Feldes „zahlungspflichtig bestellen“ oder eines ähnlich bezeichneten Feldes mit anschließendem Erscheinen einer Zusammenfassung der Buchungsdaten auf dem Bildschirm (Online-Buchungsbestätigung) zustande. Die Buchungsbestätigung kann vom Buchenden unmittelbar gespeichert und/oder ausgedruckt werden. Sie wird zu Informationszwecken innerhalb von 24 Stunden nach der Buchung nochmals automatisch an die vom Buchenden angegebene Kontakt-E-Mail-Adresse versendet.

3.2.2      Bei Buchungen per E-Mail, Fax oder persönlich vor Ort gilt die Mitteilung der Yourways über die Buchung (Buchungsanfrage) vorerst nur als Angebot der Yourways auf Abschluss des Beförderungsvertrages. Dieses Angebot kann vom Buchenden angenommen werden. Die Zahlung des Buchenden gilt als Annahme des Angebotes. Das Angebot auf Abschluss des Beförderungsvertrages kann vom Buchenden binnen einer Frist von zwei Tagen nach Erhalt der Buchungsanfrage angenommen werden. Die Buchungsanfrage gilt mit Zahlung des Buchenden als Buchungsbestätigung. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb der von Yourways genannten Frist kommt kein Beförderungsvertrag zustande.

3.2.3      Bei jeder Buchung ist im Rahmen des Buchungsvorgangs der zutreffende, mit einem amtlichen Lichtbildausweis oder Ersatzdokument übereinstimmende Vor- und Nachname des Fluggastes anzugeben.

3.2.4      Jeder Buchende erhält nach Abschluss der Buchung im Fall der Buchung im Internet gemäß Ziffer 3.2.1 und als Buchungsanfrage (die später als Buchungsbestätigung gilt) in allen weiteren Fällen der Buchung per E-Mail, Fax oder persönlich vor Ort gemäß Ziffer 3.2.2 eine Buchungsbestätigung / Buchungsnummer und ist dafür verantwortlich, dass diese sicher aufbewahrt und vor dem Zugriff Dritter geschützt ist.

3.2.5      Mit Abschluss der Buchung erklärt der Buchende auch seine Zustimmung, von der Yourways eine Rechnung über die Flugbuchung in elektronischer Form zu erhalten. Falls der Buchende dennoch eine Rechnung in Papierform wünscht, hat er dies der Yourways unter den in Ziffer 3.1 angegebenen Kontaktdaten mitzuteilen.

3.2.6      Das Extrahieren von Buchungsdaten der Webseite www.yourways.de mit Hilfe von automatischen Systemen, Software, Roboteranwendungen oder anderen technischen Mitteln (z.B. Screen-Scraping), ist untersagt.

3.3 Flugschein

3.3.1      Die Beförderung des Fluggastes durch die Yourways oder ein von ihr beauftragtes Luftfahrtunternehmen erfolgt nur bei Vorlage eines auf den Namen des Fluggastes ausgestellten Flugscheins. Die Bestimmungen der Ziffer 6.4 bleiben hiervon unberührt.

3.3.2      Flugscheine sind übertragbar. Die Übertragung eines Flugscheines auf eine andere Person (Namensänderung) ist über das Servicecenter unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten unter Angabe des Buchungscodes bis 2 Stunden vor Meldeschluss des ersten Fluges der gesamten Reise anzumelden. Die Namensänderung ist verbindlich erfolgt, soweit dem Buchenden eine schriftliche Bestätigung (Textform reicht aus) übersandt wurde. Die Kosten für die Namensänderung pro Person und Buchung sind der aktuell gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen.

3.3.3      Der Fluggast ist verpflichtet, ihm ausgehändigte Flugscheine sorgfältig aufzubewahren und vor dem unberechtigten Zugriff von Dritten zu sichern.

3.4 Umbuchungen

3.4.1      Eine Umbuchung kann auf Wunsch des Buchenden vorgenommen werden, wenn:

  • bei einem im Flex-Tarif gebuchten Flug nach Abschluss des Beförderungsvertrages der Flugtermin, das Flugziel, Reihenfolge der Flugziele gemäß Flugcoupon, ein Abflug- und/oder Rückflughafen geändert werden, oder
  • bei einem im Basic-Tarif gebuchten Flug nach Abschluss des Beförderungsvertrages der Flugtermin, das Flugziel, ein Abflug- und/oder Rückflughafen geändert werden.

3.4.2      Eine Umbuchung kann vom Buchenden telefonisch sowie gemäß den Bedingungen dieser Ziffer 3.4 unter der Voraussetzung von freien Sitzkapazitäten und vorbehaltlich etwaiger tariflicher Einschränkungen bezüglich möglicher Alternativstrecken sowie vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen am Zielort erfolgen. Die Umbuchung ist verbindlich erfolgt, soweit dem Buchenden eine schriftliche Bestätigung (Textform reicht aus) übersandt wurde.

Umbuchungen können nur telefonisch unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktmöglichkeiten erfolgen. Soweit eine Umbuchung auf einen späteren Flug vorgenommen werden soll, ist diese nur innerhalb des veröffentlichten Flugplans möglich, und nur, sofern der spätere Flug maximal 365 Tage nach dem ursprünglich gebuchten Hinflug datiert. Nähere Informationen über vorgenannte Voraussetzungen und Einschränkungen bei Umbuchungen sind beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich.

3.4.3      Bei Umbuchungen ist jeweils der Differenzbetrag zu dem zum Zeitpunkt der Umbuchung geltenden Tarif, ggf. höheren Tarif, zu zahlen; eine Umbuchung in niedriger tarifierte Abflüge ist nur unter Beibehaltung des ursprünglichen Flugpreises möglich.

3.4.4      Eine Umbuchung im Day-Tarif gemäß Ziffer 5.1.3 ist ausgeschlossen.

3.5 Stornierung und Nichtantritt des Fluges

Die Stornierung eines Fluges oder einer bestätigten Leistung durch den Buchenden (wie z.B. Sitzplatzreservierung, Tierbeförderung, Sonderreservierungen) muss Yourways vom Buchenden unter Verwendung der Kontaktmöglichkeiten gemäß Ziffer 3.1 schriftlich, per E-Mail, oder telefonisch unter Angabe der Buchungsnummer vor dem Zeitpunkt der vorgesehenen Abflugzeit mitgeteilt werden. Entscheidend ist das Zugangsdatum bei Yourways.

3.5.1      Für Erstattungsverlangen im Zusammenhang mit der Bearbeitung stornierter Flüge im Flex-Tarif erhebt Yourways ein Bearbeitungsentgelt, welches der jeweils aktuellen Entgelttabelle zu entnehmen ist (Ziffer 4.3).

3.5.2      Wird ein im Flex-Tarif gebuchter Flug durch den Buchenden bis eine Stunde vor dem geplanten Abflug storniert, so wird das geleistete Beförderungsentgelt gemäß den Regelungen Ziffer 5.1.1 zurückerstattet. Innerhalb eines im Flex-Tarif gebuchten Roundtrips können keine einzelnen Flüge storniert werden, es kann einzig die gesamte Buchung storniert werden. Wird ein im Flex-Tarif gebuchter Flug nicht angetreten und vom Buchenden eine Rückzahlung verlangt, so ist Yourways berechtigt, die vereinbarte Vergütung, abzüglich ersparter Aufwendungen und/oder Erlösen aus einer anderweitigen Verwertung der gebuchten Leistungen, zu verlangen, es sei denn, der zum Nichtantritt oder zur Stornierung führende Umstand ist von Yourways zu vertreten oder beruht auf höherer Gewalt. Dem Buchenden werden die vom Flugpreis separat ausgewiesenen und nicht angefallene Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben erstattet. Es bleibt dem Buchenden vorbehalten, nachzuweisen, dass der Yourways ein wesentlich geringerer Vergütungs- oder Aufwendungsersatzanspruch bzw. kein Schaden entstanden ist.

3.5.3      Ein im Day- oder Basic-Tarif gebuchter Flug kann nicht storniert werden. Demgemäß ist Yourways bei einem nicht angetretenen Flug berechtigt, die vereinbarte Vergütung, abzüglich ersparter Aufwendungen und/oder Erlösen aus einer anderweitigen Verwertung der gebuchten Leistungen durch Yourways, zu verlangen. In jedem Fall werden dem Buchenden die vom Flugpreis separat ausgewiesenen und nicht angefallene Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben erstattet. Es bleibt dem Buchenden vorbehalten, nachzuweisen, dass Yourways durch den nicht in Anspruch genommenen Flug ein wesentlich geringerer Vergütungs- oder Aufwendungsersatzanspruch bzw. kein Schaden entstanden ist. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wird empfohlen.

3.5.4      Werden im Rahmen einer Buchung verschiedene Tarife miteinander kombiniert, so gelten bei Stornierung oder Nichtantritt stets die Regelungen der jeweils geltenden restriktiveren Tarifklasse.

3.6 Webkontaktformular – Angehörige

Yourways bietet in Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 996/2010 dem Buchenden die Möglichkeit, durch Eingabe der Daten auf der Internetseite www.yourways.de/kontakt/kontakt eine Kontaktperson mit Namen, Adresse und Telefonnummer zu nennen, die im Fall eines Flugunfalls verständigt werden soll. Diese Daten sind nicht mit der Buchung verknüpft, werden ausschließlich zu diesem Zweck verwendet und 48 Stunden nach dem Flugdatum wieder gelöscht. Im Falle einer Umbuchung sind die Daten vom Buchenden erneut einzugeben.

 

4. PREISE / ZAHLUNG

4.1 Flugpreise

Es gelten die in der Buchungsbestätigung aufgeführten Leistungen und Preise. Im Falle der Umbuchung gilt Ziffer 3.4.3.

4.2 Steuern/ Gebühren/ Zuschläge

Der Flugpreis wird in Übereinstimmung mit dem Tarif errechnet. Der Buchende trägt zusätzlich zum Flugpreis die Kosten für Steuern, Gebühren und sonstigen Abgaben. Yourways informiert den Buchenden bei der Buchung über die anfallenden Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben.

Hinsichtlich etwaiger weiterer Kosten, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Beförderung stehen, wie z.B. Kosten für Ein- und Ausreise, Visa, etc. hat sich der Buchende bzw. der Fluggast selbst zu informieren.

4. 3 Entgelte

Yourways ist berechtigt, für bestimmte in diesen ABB ausgewiesene Leistungen gesonderte Entgelte zu erheben. Diese Entgelte sind der zum Zeitpunkt der Buchung geltenden Entgelttabelle von Yourways zu entnehmen, die auf der Internetseite der Yourways (www.yourways.de/service/entgelte) veröffentlicht ist. Die Entgelte der Entgelttabelle können darüber hinaus beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten sowie gegebenenfalls vor Ort am Flughafen an einem Service-Schalter der Yourways, sofern vorhanden, abgefragt werden. Sämtliche Stornierungsentgelte der Yourways berechnen sich unabhängig von einem etwaigen Vermittlungsentgelt der Reisebüros gegenüber den Reisenden (Maklerlohn o.ä.).

4.4 Zahlungen

4.4.1      Alle Entgelte für gebuchte Leistungen werden im Zeitpunkt der Buchung in voller Höhe fällig und haben entweder über eine von Yourways akzeptierte Kreditkarte oder durch ein anderes, von der Yourways akzeptiertes Zahlungsmittel zu erfolgen. Sofern vom Buchenden nichts anderes bestimmt wird, werden Zahlungen zunächst mit den ältesten Forderungen verrechnet. Eine zur Tilgung der gesamten Verbindlichkeiten des Buchenden nicht ausreichende Zahlung wird zunächst auf mögliche Zinsen, dann auf etwaige Kosten und erst dann auf die Hauptschuld (Entgelt Flug und sonstige Entgelte gemäß Ziffer 4.3.) angerechnet.

4.4.2      Bei Nichtzahlung ist Yourways berechtigt, nach Übersendung einer Mahnung mit Fristsetzung und Ablauf der in der Mahnung gesetzten Frist zu kündigen und Schadensersatz oder Erfüllung nach den gesetzlichen Regelungen zu verlangen.

4.4.3      Gibt bei Zahlung per Kreditkarte das kartenausstellendes Institut für die betroffene Kreditkarte oder bei Lastschrifteinzug das kontoführende Institut des Kontos, welches mit der Lastschrift belastet werden sollte, die Belastung für den Ausgleich der aus dem Beförderungsvertrag resultierenden Forderung aus vom Buchenden zu vertretenden Gründen zurück, so ist der Buchende zur Zahlung eines pauschalen Schadensersatzes in Höhe von 8 EUR verpflichtet. Es bleibt dem Buchenden unbenommen, nachzuweisen, dass der Yourways kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

4.4.4      Bei Zahlung mittels SEPA-Lastschriftverfahren autorisiert der Buchende das Lastschriftmandat an die Yourways nach Maßgabe eines elektronischen Mandat-Verfahrens. Nach Abschluss der Flugbuchung übermittelt die Yourways dem Buchenden zusammen mit der Rechnung/Buchungsbestätigung mindestens 24 Stunden vor Fälligkeit des Flugpreises eine Vorabinformation (Pre-Notification) über den abzubuchenden Lastschriftbetrag und den Fälligkeitstag. Der Buchende sichert der Yourways zu, dass das zu belastende Konto eine ausreichende Deckung aufweist, und wird anderenfalls für sämtliche Mehrkosten aufkommen, die der Yourways aufgrund einer Nichteinlösung oder Rückbuchung der Lastschrift entstehen.

 

5. TARIFE UND VERGÜNSTIGUNGEN

5.1 Tarife

5.1.1      Flex-Tarif

Der Flex-Tarif ermöglicht die Umbuchung gemäß Ziffer 3.4 ohne Zahlung eines gesonderten Umbuchungsentgelts. Der Flex-Tarif erlaubt darüber hinaus gemäß Ziffer 3.5 die Stornierung eines Fluges gegen Zahlung eines gesonderten Stornoentgelts, welches der zum Zeitpunkt der Stornierung gültigen Entgelttabelle der Yourways (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist. Einzelheiten sind den Tarifbedingungen zu entnehmen, die auf der Internetseite der Yourways (www.yourways.de/fluginformationen/tarife) veröffentlicht sind oder beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten sowie vor Ort am Flughafen an einem Service-Schalter der Yourways, sofern vorhanden, abgefragt und ausgehändigt werden können.

5.1.2      Basic-Tarif

Der Basic-Tarif ermöglicht die Umbuchung gemäß Ziffer 3.4 gegen Zahlung eines gesonderten Umbuchungsentgelts, welches der zum Zeitpunkt der Umbuchung gültigen Entgelttabelle der Yourways (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist. Eine Stornierung der Fluges gemäß Ziffer 3.5 ist im Basic-Tarif nicht möglich. Die Yourways hat bis 24 Stunden vor der geplanten Abflugzeit die Option, Fluggäste mit Buchungen im Basic-Tarif, zur Auslastungsoptimierung auf andere Flüge derselben Strecke innerhalb desselben Tages umzubuchen. Weitere Einzelheiten regeln die Tarifbedingungen, die auf der Internetseite der Yourways (www.yourways.de/fluginformationen/tarife) veröffentlicht sind oder beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten sowie vor Ort am Flughafen an einem Service-Schalter der Yourways, sofern vorhanden, abgefragt und ausgehändigt werden können.

5.1.3      Day-Tarif

Der Day-Tarif erfordert die Buchung eines Hin- und Rückfluges am selben Tag. Der Day-Tarif ermöglicht keine Umbuchung gemäß Ziffer 3.4 und keine Stornierung eines oder beider Flüge gemäß Ziffer 3.5. Weitere Einzelheiten regeln die Tarifbedingungen, die auf der Internetseite der Yourways (www.yourways.de/fluginformationen/tarife) veröffentlicht sind oder beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten sowie vor Ort am Flughafen an einem Service-Schalter der Yourways, sofern vorhanden, abgefragt und ausgehändigt werden können.

5.2 Vergünstigungen für Inselbewohner

Fluggäste, die ihren amtlich gemeldeten Hauptwohnsitz auf einer der deutschen Nordseeinseln, der deutschen Halligen oder auf der Halbinsel Eiderstedt innerhalb der Amtsbezirke Garding, Oldenswort, Osterhever, St. Peter-Ording, Tating, Tetenbüll und Witzwort haben, können eine Vergünstigung in Höhe von 10 Prozent auf den regulären Flugpreis (nur Flug, nicht auf sonstige Leistungen) für Direktverbindungen in Anspruch nehmen. Der vorgenannte Rabatt findet somit keine Anwendung, wenn der Flugpreis als rabattiert ausgewiesen ist (Specials). Ebenso findet der vorgenannte Rabatt keine Anwendung auf Umsteigeverbindungen. Diese Flugpreisvergünstigung kann im gesamten Streckennetz der Yourways in Anspruch genommen werden. Durch die Buchung wird vom Buchenden versichert, dass es sich bei allen innerhalb der Buchung erfassten Fluggästen um Inselbewohner handelt. Ein nachträglicher Erstattungsanspruch auf den Rabattbetrag existiert nicht. Sämtliche die Vergünstigung in Anspruch nehmenden Inselbewohner müssen am Check-in oder Meeting Point anhand eines gültigen Lichtbildausweises oder gültigen Reisepasses nachweisen, dass sie vorgenannten Voraussetzungen dieser Ziffer 5.2 erfüllen. Falsche Angaben bezüglich des Inselbewohnerstatus haben einen Beförderungsausschluss ohne Anspruch auf Erstattung des Flugpreises zur Folge.

 

6. BEFÖRDERUNG

6.1 Witterungsbedingte Änderungen der Abflug- und Ankunftszeiten

Alle Flüge von und zu den deutschen Nordseeinseln, St. Peter-Ording, Wilhelmshaven und Nordholz finden zu festen Abflug- und Ankunftszeiten im Bedarfsluftverkehr statt und werden nach Sichtflugregeln durchgeführt. Die Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln ist an gesetzlich geforderte Sicht- und Wetterbedingungen geknüpft; ein Allwetterflugbetrieb nach Sichtflugregeln ist nicht möglich. Sind die gesetzlich geforderten Mindestbedingungen zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln nicht gegeben oder ergibt sich aus einer marginalen Wettersituation ein etwaiges Risiko für die Flugsicherheit, behält sich die Yourways vor, Flüge wetterbedingt abzusagen. Im Falle eines wetterbedingt abgesagten Fluges haben Fluggäste, unabhängig vom gewählten Tarif, das Recht, den Flugpreis zurückzufordern oder eine Buchung auf einem anderen Flug auf derselben Strecke vornehmen zu lassen. Ein Vorrecht gegenüber auf anderen Flügen gebuchten Passagieren erwächst hieraus nicht. Yourways wird – soweit möglich – den betroffenen Buchenden über die wetterbedingte Absage des Fluges oder Veränderung der Abflugzeit informieren. Der Buchende wird in diesem Fall etwaige von ihm mitgebuchte Fluggäste über die Absage informieren. Betroffene Fluggäste werden im Fall von wetterbedingten Absagen gebeten, Kontakt mit dem Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten aufzunehmen oder sich vor Ort am Flughafen an einen Service-Schalter der Yourways, sofern vorhanden, zu wenden.

6.2 Check-in, Nichteinhaltung der Meldeschlusszeiten

6.2.1      Fluggäste sind verpflichtet, die vorgesehenen Meldeschlusszeiten (Check-in-Zeit) einzuhalten. Dies bedeutet, dass

  • beim Check-in am Check-in-Schalter der Fluggast spätestens zu der im Internet unter www.yourways.de/fluginformationen/checkin einzusehenden Meldeschlusszeit (Check-in-Zeit) im Besitz der Bordkarte sein muss, um den gebuchten Flug antreten zu können.
  • beim Check-in am Meeting Point der Fluggast sich spätestens zu der im Internet unter www.yourways.de/fluginformationen/checkin einzusehenden Meldeschlusszeit (Check-in Zeit) am Meeting Point mit den gemäß dieser ABB erforderlichen Unterlagen, insbesondere der Buchungsbestätigung und dem Ausweisdokument, einzufinden hat.
  • beim Web/Mobile-Check-in der Onlineprozess spätestens 45 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit abgeschlossen sein muss, wobei der Fluggast auch bei Nutzung des Web/Mobile-Check-in darauf achten muss, spätestens zu den veröffentlichten Meldeschlusszeiten (im Internet unter www.yourways.de/fluginformationen/checkin einzusehen) im Besitz der elektronischen Bordkarte zu sein sowie eventuelles Gepäck aufgegeben haben muss.
  • bei unbegleitet reisenden Kindern, für die gemäß Ziffer 6.5.1.9 ein zusätzlicher Service gebucht wurde, die in Ziffer 6.5.1.11 aufgeführten abweichenden Meldeschlusszeiten gelten.

6.2.2      Informationshalber können die Check-in Zeiten der jeweiligen Abflughäfen auch beim Service Center unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten oder an den Service- Schaltern der Yourways, sofern vorhanden, erfragt werden. Es wird empfohlen, mindestens 45 Minuten vor der geplanten Check-in Zeit am Check-in-Schalter oder mindestens 20 Minuten vor der geplanten Check-in Zeit am Meeting Point zu erscheinen, damit eine rechtzeitige Abfertigung nicht z. B. durch etwaige Warteschlangen gefährdet wird. Dies gilt insbesondere für Fluggäste, deren Buchung besondere Service-Leistungen der Yourways erfordert, wie z. B. die Beförderung von Fluggästen im Rollstuhl (Ziffer 6.6.2.8), die Beförderung von Tieren im Frachtraum (Ziffer 6.6.4) oder die Beförderung unbegleitet reisender Kinder (Ziffer 6.5.1.9 – 6.5.1.13).

6.3 Einsteigen, Mindesteinstiegszeiten

6.3.1      Die planmäßigen Abflugzeiten können der jeweiligen Buchungsbestätigung entnommen werden.

6.3.2      Sofern ein Check-in Schalter vorhanden ist, sind Fluggäste verpflichtet, sich spätestens zur der in der Bordkarte ausgewiesenen oder am Check-in Schalter mitgeteilten Mindesteinstiegszeit (Boarding-Zeit) mit gültiger Bordkarte einstiegsbereit am Boarding Gate einzufinden.

6.3.3      Nach Ankündigung des Personals der Yourways kann das Betreten des Flugzeuges durch die Fluggäste (Boarding) erfolgen. Die erforderliche Zeit für das Boarding ist insbesondere von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Die Mitarbeiter der Yourways am Boarding Gate oder Meeting Point werden den Beginn und das Ende des Boarding den Fluggästen bekannt geben. Mit Ende des Boarding verlieren die bis dahin nicht erschienen Fluggäste ihren Beförderungsanspruch auf diesem Flug. Tritt der Fluggast aufgrund Nichteinhaltung der Check-in-Zeit oder der am Check-in mitgeteilten Boarding-Zeit bis zum Ende des Boarding den Flug nicht an, bestimmen sich seine Ansprüche auf den gezahlten Flugpreis nach den Ziffern 3.5.2 oder 3.5.3, es sei denn, die Nichteinhaltung der Check-in-Zeit oder Boarding-Zeit ist von der Yourways zu vertreten oder beruht auf höherer Gewalt. Darüber hinaus können hieraus keine Ansprüche auf Schadensersatz, den Ersatz von Aufwendungen oder sonstige Ansprüche gegen Yourways abgeleitet werden, es sei denn die Nichteinhaltung der Check-in-Zeit oder Boarding-Zeit erfolgte durch die Yourways grob fahrlässig oder vorsätzlich.

6.4 Reisedokumente

6.4.1      Jeder Fluggast ist selbst für die Einhaltung aller wichtigen mit der Reise verbundenen Vorschriften (z. B. Pass-, Visa- und Gesundheitsbestimmungen, einschließlich solcher für mitgeführte Tiere) sowie für die Vollständigkeit. Gültigkeit und den einwandfreien Zustand der Reisedokumente verantwortlich.

6.4.2      Die Beförderung eines Fluggastes durch die Yourways oder das ausführende Luftfahrtunternehmen erfolgt nur bei Vorlage vollständiger und gültiger Reisedokumente nebst gültigem Reisepass/Personalausweis/Visum oder, bei Verlust der Originaldokumente, gleichwertiger Ersatzdokumente im Zuge der pünktlichen Abfertigung. Dies gilt auch für mitgeführte Tiere.

6.4.3      Die Pflicht zur Vorlage eines geeigneten Ausweisdokuments gilt auch für Kinder und Kleinkinder (Kinderausweis oder –pass). Es wird empfohlen, die Buchungsnummer beim Check-in bereitzuhalten. In Abhängigkeit vom gewählten Zielland können für reisende Kinder besondere Einreisebestimmungen gelten. Weitere Informationen sind bei der Auslandsvertretung des betreffenden Landes oder beim Auswärtigen Amt erhältlich.

6.4.4      Die Yourways oder das ausführende Luftfahrunternehmen sind berechtigt, die Beförderung zu verweigern, falls die Einreisebestimmungen des Ziellandes nicht erfüllt sind oder länderspezifische Reisedokumente/Nachweise nicht vorgelegt werden können.

6.4.5      Im Falle der Nichterfüllung von Ein- oder Ausreisebestimmungen, insbesondere aufgrund unvollständiger oder nicht einwandfreier Reisedokumente, ist Yourways oder das ausführende Luftfahrtunternehmen berechtigt, die Beförderung oder Weiterbeförderung zu verweigern und dem Fluggast alle hieraus resultierenden Kosten und Schäden in Rechnung zu stellen.

6.5 Beförderung von Fluggästen

6.5.1      Beförderung von Kleinkindern, Kindern

6.5.1.1     Zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden wird empfohlen, von Flügen mit Neugeborenen im Alter von unter 7 Tagen abzusehen.

6.5.1.2     Die Beförderung von Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren (Kleinkind) in Begleitung eines vollzahlenden Erwachsenen erfolgt kostenlos. Etwaige für das Kleinkind anfallende Steuern und Gebühren, sind jedoch vom Buchenden zu erstatten.

6.5.1.3     Für die Beförderung eines Kindes ab 2 Jahren bis 11 Jahren beträgt der Flugpreis 60% des für einen Erwachsenen anfallenden Flugpreises (Nettoflugpreis).

6.5.1.4     Für Kinder ab Vollendung des 12. Lebensjahres ist der reguläre Erwachsenenflugpreis zu entrichten.

6.5.1.5     Vollendet ein Kind im Rahmen einer gebuchten Flugreise zwischen dem Antritt des Hin- und des Rückfluges das 2. Lebensjahr wird der Flugpreis für die gesamte Buchung gemäß Ziffer 6.5.1.3 erhoben. Dem Kind steht ein Sitzplatz für Hin- und Rückflug zu.

6.5.1.6     Vollendet ein Kind im Rahmen einer gebuchten Flugreise zwischen dem Antritt des Hin- und des Rückfluges das 12. Lebensjahr, wird für die gesamte Buchung der Flugpreis gemäß Ziffer 6.5.1.4 berechnet.

6.5.1.7     Pro erwachsenen Reisenden ist die Beförderung eines Kleinkindes ohne eigenen Sitzplatz zulässig. Pro Sitzreihe ist jeweils nur ein Kleinkind gestattet.

6.5.1.8     Kleinkinder können, gegen Zahlung des Flugpreises gemäß Ziffer 6.5.1.3, im eigenen Kindersitz auf einem zusätzlich gebuchten Sitzplatz befördert werden. Der Kindersitz ist während des gesamten Fluges mit dem am Flugzeugsitz vorhandenen Sicherheitsgurt zu befestigen. Der Kindersitz muss für den Einsatz in Flugzeugen zugelassen und für das gebuchte Flugzeug tauglich sein. Im Zweifel entscheidet das Bordpersonal über die Verwendung des Kindersitzes. Entscheidet das Bordpersonal, dass der Kindersitz ungeeignet ist, ist eine Mitnahme des Kindersitzes nur als Sondergepäck gemäß Ziffer 6.6.2.2 und unter den Einschränkungen der Ziffer 6.6.2.5 möglich. Die Verwendung des Kindersitzes ist unter Angabe der Typenbezeichnung des Kindersitzes eine Woche vor dem Flug unter den Kontaktmöglichkeiten gemäß Ziffer 3.1 anzumelden.

6.5.1.9     Eine Beförderung von Kindern von unter 5 Jahren, die nicht in Begleitung eines Fluggastes von mindestens 16 Jahren sind, ist ausgeschlossen. Die Beförderung unbegleitet reisender Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren („unbegleitet reisende Kinder“) ist nur möglich, sofern diese vorher, spätestens jedoch 48 Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit, bei der Yourways angemeldet wurden und die Beförderung durch die Yourways bestätigt wurde. Ein in Begleitung eines mindestens 16 Jahre alten Fluggastes reisendes Kind zwischen 5 und 11 Jahren gilt nicht als unbegleitet reisendes Kind im Sinne dieser Regelung.- Die Leistungen für unbegleitet reisende Kinder können auch für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren („unbegleitet reisende Jugendliche“) gebucht werden.

6.5.1.10  Unbegleitet reisende Kinder gemäß Ziffer 6.5.1.9 werden befördert, wenn bei der Abfertigung ein offizielles Pass- bzw. Ausweisdokument mit Lichtbild und eine schriftliche Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten vorgelegt wird. Die Eltern/Erziehungsberechtigten haben für die Reise in bestimmte Länder eine schriftliche Einverständniserklärung am Check-in-Schalter bzw. Meeting Point vorzulegen. Falls die Erziehungsberechtigten/Eltern geschieden sind oder getrennt leben, haben sie am Check-in-Schalter oder Meeting Point eine schriftliche Bestätigung jedes Erziehungsberechtigten/Elternteils vorzulegen. Für bestimmte Länder gelten Sonderbestimmungen. Weitere Informationen sind über das Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich. Bei der Abfertigung ist der Name der das Kind am Bestimmungsflughafen abholenden Person anzugeben. Die Erziehungsberechtigten/Eltern müssen bis zum Abflug des Flugzeuges am Flughafen warten.

6.5.1.11  Für unbegleitet reisende Kinder oder Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, für die der zusätzliche Service gemäß Ziffer 6.5.1.9 gebucht wurde, gilt eine abweichende Meldeschlusszeit beim Check-in von 60 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit. Bei Flügen, die über einen Meeting Point abgefertigt werden, gilt keine abweichende Meldeschlusszeit.

6.5.1.12  Für die Beförderung unbegleitet reisender Kinder und Jugendliche wird ein gesondertes Bearbeitungsentgelt gemäß der zum Zeitpunkt der Buchung der Leistung geltenden Entgelttabelle (Ziffer 4.3) pro Flug erhoben.

6.5.1.13  Die Yourways stellt bei Transitflügen eine Begleit- und Aufsichtsperson für unbegleitet reisende Kinder, sofern die Transitdauer 2 Stunden nicht überschreitet. Für diese Leistung wird ein gesondertes Bearbeitungsentgelt gemäß der zum Zeitpunkt der Buchung der Leistung geltenden Entgelttabelle (Ziffer 4.3) berechnet. Anderenfalls wird die Beförderung abgelehnt, außer in Fällen, in denen die 2 Stunden überschreitende Transitdauer innerhalb einer Buchung der Yourways auftritt.

6.5.2      Beförderung von Schwangeren

6.5.2.1     Aus Sicherheitsgründen und zur Abwendung gesundheitlicher Schäden bei werdenden Müttern gilt für die Beförderung von Schwangeren:

  • Bis 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin befördert die Yourways Schwangere; die Yourways kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangen, aus der hervorgeht, dass die 36. Schwangerschaftswoche noch nicht überschritten ist.
  • In den 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ist eine Beförderung ausgeschlossen.

6.5.2.2     Die Bestimmungen der Ziffer 6.5.2.1 sind auch im Hinblick auf das Datum eines möglicherweise vorgesehenen Rückfluges zu berücksichtigen.

6.5.2.3     In einzelnen Ländern können restriktivere Bestimmungen zur Beförderung von Schwangeren gelten. Es wird empfohlen, sich rechtzeitig vor Abflugdatum bei dem Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten darüber zu informieren.

6.5.3      Beförderung von Fluggästen mit Gipsverband

6.5.3.1     Fluggäste mit Gipsverband werden darauf hingewiesen, dass eine Beförderung innerhalb der ersten vier (4) Tage nach Anlegen des Gipsverbandes, unabhängig davon, ob der Gipsverband offen oder geschlossen getragen wird, mit erheblichen Gesundheitsgefahren verbunden ist und die Yourways deswegen gemäß Ziffer 7.1.1 die Beförderung des betroffenen Fluggastes verweigern kann. Abweichend hiervon kann die Yourways jedoch im Einzelfall eine Beförderung des Fluggastes ausnahmsweise zulassen, sofern entweder ein medizinischer Transport vorliegt oder der Fluggast bei Flugantritt ein ärztliches Attest vorlegt, nach dem keine gesundheitlichen Gefahren durch die Beförderung mit offenem oder geschlossenen Gipsverband zu erwarten sind.

6.5.3.2     Falls der Gipsverband mindestens vier (4) Tage lang komplikationslos getragen wurde, kann der Fluggast mit Gipsverband befördert werden. In jedem Fall empfehlt Yourways vor dem Flug die Konsultation einen Arztes bezüglich der Aufklärung über etwaige medizinische Risiken.

6.5.3.3     Benötigt der Fluggast aufgrund des Gipsverbandes zusätzlichen Platz im Flugzeug oder ist eine Beeinträchtigung der weiteren Fluggäste nicht auszuschließen, so ist in jedem Fall eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese muss spätestens 48 Stunden vor Antritt des Fluges erfolgen, andernfalls ist die Yourways berechtigt, die Beförderung auf Einzelfallbasis in Übereinstimmung mit Ziffer 7.1.1 zu verweigern.

6.5.4      Beförderung von Fluggästen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität

Die Yourways kann nach Maßgabe von Art. 4 Absatz 2 Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 verlangen, dass ein behinderter Fluggast oder ein Fluggast mit eingeschränkter Mobilität von einer anderen Person begleitet wird, die in der Lage ist, die Hilfe zu leisten, die dieser behinderte Fluggast oder dieser Fluggast mit eingeschränkter Mobilität benötigt.

6.5.5      Beförderung von Fluggästen an Notausgängen

Sitzplätze am Notausgang unterliegen besonderen gemeinschaftsrechtlichen Sicherheitsbestimmungen. Die Yourways ist daher berechtigt, eine Buchung dieser Sitzplatzkategorie an folgende Personenkreise abzulehnen:

  • Schwangere
  • Kinder und Kleinkinder (bis einschließlich 12 Jahre)
  • Personen, die eingeschränkt mobil sind oder
  • Personen, die Tiere in der Kabine mitführen.

6.6 Beförderung von Gepäck und Tieren

6.6.1      Erlaubtes Gepäck

6.6.1.1     Sachgerechte Verpackung

Die Yourways oder das ausführende Luftfahrtunternehmen kann die Annahme von aufzugebendem Gepäck verweigern, wenn dieses nicht so verpackt ist, dass dessen sichere Beförderung gewährleistet werden kann. Der Fluggast ist dafür verantwortlich, das Gepäck so sachgerecht zu verpacken, dass das aufgegebene Gepäck sowie alle darin enthaltenen Gegenstände den Transport unbeschadet überstehen.

6.6.1.2     Gepäckabschnitt

Sofern der Check-in an einem Check-in Schalter durchgeführt wird und der Fluggast Gepäck aufgibt, erhält er einen Gepäckabschnitt. Der Gepäckabschnitt dient als widerlegbarer Nachweis für das Gewicht und die Anzahl der aufgegebenen Gepäckstücke. Es wird empfohlen, mit dem Namen und der Anschrift des Fluggastes am Bestimmungsort versehene Etiketten an und im aufgegebenen Gepäck anzubringen.

An Flugplätzen, auf denen die Fluggast-Abfertigung an Meeting Points stattfindet, entfällt die Möglichkeit zur Aufgabe von Gepäck und damit die Herausgabe eines Gepäckabschnittes.

6.6.1.3     Abholung von Gepäck

Fluggäste sind verpflichtet, ihr aufgegebenes Gepäck abzuholen, sobald es von der Yourways oder dem ausführenden Luftfahrunternehmen ausgegeben wird. Die Yourways ist berechtigt, dem Fluggast die ihr ggf. entstandenen Aufbewahrungskosten für Gepäckstücke, die vom Fluggast verschuldet nicht abgeholt wurden oder deren Annahme zu Unrecht verweigert wurde, in Rechnung zu stellen.

6.6.1.4     Zoll

Der Fluggast ist für die Begleichung etwaiger Zölle im Zusammenhang mit seinem Gepäck selbst verantwortlich.

6.6.1.5     Gepäckermittlung (Lost and Found)

Es wird empfohlen, sich bei Verspätung, Verlust, Zerstörung oder Beschädigung von Reisegepäck nach der Landung umgehend an den Gepäckermittlungsschalter (Lost and Found) des jeweiligen Ankunftsflughafens zu wenden. Auf Flugplätzen, an denen kein Gepäckermittlungsschalter existiert, wird empfohlen, sich mit dem Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten zur Aufgabe einer Verlust- oder Schadensanzeige in Verbindung zu setzen.

6.6.1.6     Freigepäck

Die Mitnahme von Gepäck ist für jeden Fluggast bezüglich des Gewichtes, der Anzahl, der Abmessungen und der Art des Gegenstandes gemäß den Regelungen der Ziffern 6.6.1 bis 6.6.5 begrenzt, gegebenenfalls ausgeschlossen oder von der Zahlung eines gesonderten Entgeltes abhängig.

6.6.1.6.1        Handgepäck

Jeder Fluggast darf ein (1) Handgepäckstück mit einem maximalen Gewicht von 6 kg mit an Bord nehmen. Die Abmessungen des Handgepäckstückes dürfen die Maße 55 cm x 35 cm x 20 cm nicht überschreiten (maximale Abmessungen Laptop oder Handtasche: 40 cm x 30 cm x 10 cm) Das Handgepäckstück muss während des gesamten Fluges unter dem Vordersitz verstaut werden. Gemäß der Verordnung der Kommission der EU in der jeweils gültigen Fassung dürfen Fluggäste auf in der Europäischen Union und der Schweiz startenden Flügen (einschließlich von Anschlussflügen) Flüssigkeiten, Druckbehälter, Pasten, Lotionen oder andere gelartige Substanzen nur bis zu einer derzeitigen Höchstmenge von 100 ml pro Verpackungseinheit im Handgepäck mitführen. Entscheidend ist die auf dem Behälter aufgedruckte Füllmenge. Es gelten die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften in der jeweils gültigen Fassung. Die einzelnen Behälter sind zusammen in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter zu verpacken. Pro Fluggast ist nur ein Beutel zulässig. Für Medikamente und Babynahrung gelten Sonderbestimmungen, die über das Service Center der Yourways erfragt werden können. Manche Nicht-EU-Staaten haben gleichlautende Regelungen erlassen. Weitere Informationen sind über das Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich.

6.6.1.6.2        Die kostenfrei Mitnahme von Gepäck, das nicht Handgepäck im Sinne von Ziffer 6.6.1.6.1 darstellt, kann erfolgen bei:

  • Day-Tarif: kein Freigepäck.
  • Basic-Tarif: kein Freigepäck (kostenpflichtig nach der Entgelttabelle in Ziffer 4.3)
  • Flex-Tarif: 20 kg pro Gepäckstück für ein Gepäckstück je Fluggast

6.6.1.6.3        Musikinstrumente

Falls ein Musikinstrument die Handgepäckmaße 55 cm x 35 cm x 20 cm überschreitet, können Passagiere anstelle eines Handgepäckstücks die Mitnahme eines Musikinstruments beantragen, sofern die Maximalmaße 86 cm x 33 cm x 19 cm nicht überschritten werden. Die Mitnahme eines Musikinstruments als übergroßes Handgepäckstück mit den oben genannten Maßen ist nur nach den auf dem jeweiligen Flug zur Verfügung stehenden Kapazitäten möglich und muss per E- Mail an die E-Mail-Adresse servicecenter @yourways.de spätestens 24 Stunden vor Abflug beantragt werden. Bei fehlender oder verspäteter Anmeldung besteht kein Anspruch auf Beförderung des Musikinstruments als übergroßes Handgepäckstück. Es bleibt dem Passagier jedoch unbenommen, für das Musikinstrument einen zusätzlichen Sitz in der Kabine zu buchen oder das Musikinstrument als reguläres Gepäck aufzugeben. Die Yourways empfiehlt zur Vermeidung von Schäden, Musikinstrumente wegen ihrer besonderen Empfindlichkeit und drohender Schäden nicht als reguläres Gepäck aufzugeben.

6.6.2      Über- bzw. Sondergepäck

6.6.2.1     Übergepäck ist jedes Gepäck, welches gewichtsmäßig und/oder anzahlmäßig die Freigepäckgrenze überschreitet.

6.6.2.2     Sondergepäck ist jedes Gepäckstück, welches auf Grund seiner Ausmaße (z. B übergroßes und sperriges Gepäck) nicht einem üblichen Reisekoffer mit einem Gesamtumfang bis 158 cm (berechnet als Summe aus Breite, Höhe und Tiefe) entspricht , auch wenn es gewichtsmäßig unter der Freigepäckgrenze liegt. Sportgepäck gilt ebenfalls als Sondergepäck.

6.6.2.3      Höchstgewicht

Das Gewicht einzelner Gepäckstücke darf nicht mehr als 32 kg betragen (ausgenommen Sondergepäck). Weitere Informationen sind beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich.

6.6.2.4     Bei Gepäck, das Über- oder Sondergepäck darstellt, wird, sofern die Beförderung im Übrigen zulässig ist, vorbehaltlich abweichender Vereinbarungen ein zusätzliches Beförderungsentgelt (Übergepäckentgelt) erhoben, welches der zum Zeitpunkt der Anmeldung gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist. Das Übergepäckentgelt ist in jedem Fall vor Abflug zu entrichten.

6.6.2.5     Es steht der Yourways oder dem ausführenden Luftfahrtunternehmen grundsätzlich frei, in jedem Einzelfall zu entscheiden, ob Über- und/oder Sondergepäck befördert wird. Entscheidungsgrundlage für die Beförderung von Über- und Sondergepäck sind die verfügbare Frachtraumkapazität sowie Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen. Über- und Sondergepäck kann daher in seiner Menge beschränkt oder gänzlich vom Transport ausgeschlossen werden. Zur Vermeidung einer Ablehnung der Beförderung von Über- und Sondergepäck wird empfohlen, dass diese Gepäckstücke bis 48 Stunden vor dem Flug bei Yourways angemeldet werden. Ein Beförderungsanspruch auf gemäß Ziffer 6.6.2.7 angemeldetes Über- und Sondergepäck besteht nur, wenn die Anmeldung durch die Yourways schriftlich bestätigt wird.

6.6.2.6     Jegliches Gepäckstück (einerlei, ob Reisegepäck oder Sportgepäck) über 20 kg muss spätestens 48 Stunden vor Abflug beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten als besonders schweres Sondergepäck angemeldet werden. Bei der Anmeldung sind das Gewicht und die Maße des Übergepäcks bzw. des Sondergepäcks anzugeben.

6.6.2.7     Sportwaffen, Jagdwaffen sowie alle Gegenstände, die den Anschein von Waffen, Munition oder explosionsgefährlichen Stoffen erwecken oder als solche gekennzeichnet sind, sind mindestens 48 Stunden vor Abflug beim Service Center der Yourways schriftlich (E-Mail oder Fax) unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten anzumelden. Yourways behält sich vor, die Beförderung der in dieser Ziffer 6.6.2.7 genannten Gegenstände zu verweigern. Ein frühzeitiges Erscheinen am Check-in-Schalter (mindestens zwei Stunden vor geplanten Abflug) am Abflugtag wird empfohlen. Bei Flügen, die über einen Meeting Point abgefertigt werden, ist keine abweichende Meldeschlusszeit am Meeting Point erforderlich. Bei fehlelender oder verspäteter Anmeldung bzw. verspätetem Aufgeben der Gegenstände gemäß dieser Ziffer 6.6.2.7 besteht kein Anspruch des Fluggastes auf Beförderung dieser Gegenstände. Die Yourways oder das ausführende Luftfahrtunternehmen lassen die Beförderung derartiger Gegenstände nur zu, wenn sie entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen über die Beförderung gefährlicher Güter als Fracht oder aufgegebenes Gepäck befördert werden. Die Mitnahme von Munition ist ausgeschlossen. Weitere Informationen werden bei der Anmeldung mitgeteilt. Für die Beförderung von Waffen wird ein gesondertes Entgelt erhoben, welches der zum Zeitpunkt der Anmeldung gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist und direkt bei Anmeldung fällig wird.

6.6.2.8     Die Beförderung von gehbehinderten Fluggästen ist nur dann möglich, soweit die An- und Abflughäfen einen entsprechenden Service zur Unterstützung bei Ein- und Ausstieg vorhalten oder der behinderte Fluggast selber den Ein- und Ausstieg durch körperlich und fachlich geeignete Mitreisende auf eigenes Risiko sicherstellt. Eine Liste aller Yourways bekannten Flughäfen, die den vorgenannten Service vorhalten, kann im Internet unter www.yourways.de/fluginformationen/barrierefrei eingesehen werden oder im Service Center unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erfragt werden. Soweit der gehbehinderte Passagier einen entsprechenden Service am An- und/oder Abflughafen nutzen möchte, wird empfohlen, dieses mindestens 48 Stunden vor Abflug beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten mitzuteilen. Der Transport von anderweitig behinderten Passagieren (nicht Gehbehinderung) kann erfolgen, soweit aus der Beförderung keine Risiken für den Gast oder Andere entstehen und gegebenenfalls eine erforderliche und geeignete Begleitperson mitreist. Die Mitnahme eines (1) Rollstuhls je behinderten Fluggast ist möglich und bei Buchung unter den Kontaktdaten gemäß Ziffer 3.1 mitzuteilen. Motorbetriebene Rollstühle können wegen der eingeschränkten Frachtraumkapazität nur mit Einschränkungen befördert werden. Sie sind in einem Zustand aufzugeben, der ihre sichere Handhabung und Beförderung gewährleistet. Die Beförderung von medizinischen Geräten und Mobilitätshilfen einschließlich elektrischer Rollstühle kann nur dann gewährleistet werden, wenn diese 48 Stunden vorher unter Angabe der Abmessungen und des Gewichts unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten angemeldet wurden, an Bord genügend Platz ist und deren Beförderung nicht den einschlägigen Vorschriften über Gefahrgüter entgegensteht. Weitere Einzelheiten werden bei der Anmeldung mitgeteilt. Für die Beförderung eines Rollstuhls wird ein gesondertes Entgelt erhoben, welches der zum Zeitpunkt der Anmeldung gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist und direkt bei Anmeldung fällig wird.

6.6.2.9     Folgende medizinische Hilfsmittel können als zusätzliches Gepäckstück mit max. 23 kg Gewicht befördert werden, sofern sie vom Fluggast rechtzeitig vor Abflug beim Service Center der Yourways schriftlich (Post, E-Mail, Fax, für Personen mit Schwerbehindertenausweis auch telefonisch möglich) unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten angemeldet werden und im Einzelfall eine medizinische Notwendigkeit durch ärztliches Attest vor Abflug nachgewiesen wird:

  • Beatmungsgeräte, Asthmageräte, Inhalatoren
  • Katheter
  • Verbandsmaterial (bei Gipsverband gelten laut Ziffer 6.5.3 Besonderheiten)
  • Gehhilfen (Krücken, Rollator)
  • Hygieneartikel (Windeln), Stoma
  • Dusch-/WC-Sitz, Rutschbrett für Rollstuhlfahrer
  • Prothesen
  • Dialysegerät, Defibrillator, Lymphomat, Reizstromtherapiegerät
  • Absauggeräte, Irrigatoren
  • Arzneimittel und Spritzen
  • Behindertenfahrrad, Therapiefahrrad, Rollstuhlfahrrad.

Weitere medizinische Hilfsmittel können nur im Ausnahmefall auf Anfrage unter den gleichen Voraussetzungen zugelassen werden. Jegliche Anfragen zur Beförderung von Sauerstoff müssen schriftlich unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten gestellt werden. Notfallkoffer für Ärzte sind von dieser Regelung ausgenommen und können nur als Handgepäck mitgenommen werden. Hilfsmittel wie z.B. Kosmetika, Pflegemittel, Wäsche oder ähnliches werden auch mit ärztlicher Bescheinigung nicht als Sondergepäck akzeptiert. Für die Beförderung von Hilfsmitteln wird ein gesondertes Entgelt erhoben, welches der zum Zeitpunkt der Anmeldung gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen ist und direkt bei Anmeldung fällig wird.

6.6.3      Beförderung von Sportgepäck

6.6.3.1     Die Beförderung von Sportgepäck ist kosten- und anmeldepflichtig. Die Höhe der jeweiligen Sportgepäckentgelte ist der aktuell gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen und direkt bei der Anmeldung fällig.

6.6.3.2     Der Fluggast hat die Anmeldung zur Beförderung von Sportgepäck bis zu 48 Stunden vor Abflug beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten vorzunehmen. Bei fehlender oder verspäteter Anmeldung besteht kein Anspruch des Fluggastes auf Beförderung seines Sportgepäcks.

6.6.3.3     Sportgeräte müssen gesondert verpackt werden. Die Yourways empfiehlt, Sportgeräte in einer festen Verpackung aufzugeben. Es muss als solches beim Check-in erkennbar sein. Die Yourways haftet nicht für etwaige Schäden an Sportgeräten bzw. Sportgepäck, soweit diese nachweislich durch mangelhafte Verpackung verursacht wurde.

6.6.3.4     Für folgende Sportgeräte gelten zusätzlich die weiteren Bestimmungen:

  • Werden Tauchgeräte als Gepäck mitgeführt, sind die Gürtel ohne Bleigewichte mitzuführen; Pressluftflaschen werden nur in entleertem Zustand befördert. Zur Beförderung von Tauchlampen ist die wärmeerzeugende Komponente oder die Batterie getrennt einzupacken, um eine Einschaltung während der Beförderung zu verhindern. Jede ausgebaute Batterie ist gegen Kurzschluss zu sichern.
  • Fahrräder mit Hilfsmotor oder Elektromotor gelten als Gefahrgut und sind von der Beförderung als Gepäck ausgeschlossen. Für Behinderten-, Therapie- und Rollstuhlfahrräder gelten laut Ziffer 6.6.2.9 Sonderregelungen.
  • Golftrolleys mit Lithium-Batterien/Akkus gelten als Gefahrgut und sind von der Beförderung als Gepäck ausgeschlossen.

6.6.4      Beförderung von Tieren

6.6.4.1     Die Beförderung von Tieren bedarf der vorherigen Zustimmung von Yourways und ist entgeltpflichtig. Die jeweiligen Entgelte sind der zum Zeitpunkt der Anmeldung gültigen Entgelttabelle (Ziffer 4.3) zu entnehmen. Der Transport von Nagetieren (z.B. Hasen, Kaninchen, Hamster, Mäuse, Ratten, etc.) ist sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum ausgeschlossen. Die gesetzlichen Regelungen zum Transport von Tieren finden Anwendung. Auf die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 über die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken wird hingewiesen.

6.6.4.1.1        Tiere in der Kabine

Die Tiere müssen in einem geeigneten, geschlossenen, auslauf- und ausbruchsicheren sowie fortlaufend hygienisch einwandfreien, flexiblen Behältnis, z.B. Tasche (Maße des Behältnisses höchstens: 55 cm x 35 cm x 20, bis 6 kg Gewicht inkl. Behältnis) artgerecht, d.h. mit ausreichend Freiraum, transportiert werden und dürfen das Behältnis während des Fluges nicht verlassen. Das Behältnis darf nicht auf den Sitzen abgestellt und muss unter den Vordersitz geschoben werden oder an einer anderen geeigneten Stelle untergebracht werden. Ein Transport von Tieren in Hartschalenbehältnissen in der Kabine ist nicht gestattet. Es dürfen für den Transport innerhalb der Kabine ausschließlich flexible Behältnisse („Soft-Box“) verwendet werden.

6.6.4.1.2        Tiere im Frachtraum

Die Tiere müssen in einem geeigneten, geschlossenen, auslauf- und ausbruchsicheren sowie fortlaufend hygienisch einwandfreien, stabilen Behältnis (Hartschalenbox) (maximale Maße des Behältnisses: 125 cm x 75 cm x 85 cm) artgerecht, d.h. mit ausreichend Freiraum, transportiert werden und dürfen während der Beförderung keinen Auslauf bekommen.

Ein Beförderungsanspruch besteht aus Sicherheits- und Platzgründen nur, wenn die beabsichtigte Beförderung des Tieres bei der Buchung, mindestens jedoch 48 Stunden vor Abflug, angemeldet und durch die Yourways bestätigt wurde und wenn das Transportbehältnis für das Tier den vorgenannten Anforderungen entspricht und Yourways der Beförderung zugestimmt hat.

Falls das Tier im Frachtraum befördert werden soll, muss es ferner spätestens 60 Minuten vor Abflug am Check-in-Schalter aufgegeben werden. An Flugplätzen, auf denen die Fluggast-Abfertigung an Meeting Points stattfindet, ist das Tier im Transportbehältnis dem mit der Beladung des Flugzeuges betrauten Personal am Meeting Point, spätestens zur Einstiegszeit (Boarding-Zeit) zu übergeben.

6.6.4.2     Der Fluggast ist selbst dafür verantwortlich, dass alle erforderlichen Impf- und Gesundheitszeugnisse sowie Einreisedokumente gültig und auf dem neuesten Stand sind. Je nach Land können unterschiedliche Beschränkungen der Ein- oder Ausreise von Tieren gelten, daher kann die Beförderung von Tieren auf bestimmten Flügen generell untersagt werden (z.B. Flüge von/nach Großbritannien, Irland). Weitere Informationen über die Beförderung von Tieren sowie zu etwaigen Beförderungseinschränkungen (z.B. Einfuhrverbot nach Deutschland bei bestimmten Kampfhundarten) sind beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich.

6.6.4.3     Ein Anspruch auf Beförderung des Blindenhundes besteht nur, wenn die beabsichtigte Beförderung bei der Buchung, mindestens jedoch 30 Stunden vor Abflug, angemeldet und durch die Yourways bestätigt wurde. Die Beförderung des Blindenhundes erfolgt entgeltpflichtig gemäß der jeweils gültigen Entgelttabelle gemäß Ziffer 4.3. Je nach Land können unterschiedliche Beschränkungen der Ein- oder Ausreise von Tieren gelten, daher kann die Beförderung von Blindenhunden auf bestimmten Flügen generell untersagt werden (z.B. Flüge von/nach Großbritannien, Irland). Gleiches gilt für sonstige Assistenz- bzw. Therapiehunde. Weitere Informationen über die Beförderung von Tieren sowie zu etwaigen Beförderungseinschränkungen sind auf der Internetseite von Yourways unter „Barrierefreies Fliegen“ sowie beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich.

6.6.5      Nicht erlaubtes Gepäck

6.6.5.1     Die Beförderung von Gefahrgut ist auf allen Flügen der Yourways oder des ausführenden Luftfahrtunternehmens grundsätzlich untersagt. Es gibt gefährliche Güter, die der Fluggast unter Einhaltung der IATA-Gefahrgutvorschriften, sicher im Hand- und Passagiergepäck transportieren kann. Die aktuellen Vorschriften sind unter www.yourways.de/fluginformationen/gefahrgut einzusehen oder auf Nachfrage beim Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten erhältlich. Der Fluggast hat eventuelle Abweichungen der Yourways gegenüber den IATA-Gefahrgutvorschriften unter Punkt 6.6.5.2 und 6.6.5.3 zu beachten.

6.6.5.2     Der Fluggast darf insbesondere folgende Gegenstände nicht mitführen:

  • Gegenstände, die geeignet sind, das Flugzeug, Ausrüstungsgegenstände an Bord oder Personen zu gefährden, insbesondere Explosivstoffe, komprimierte Gase, oxidierende, radioaktive, ätzende oder magnetisierende Stoffe, leicht entzündliche Stoffe, giftige oder aggressive Stoffe sowie Flüssigkeiten jeder Art, d. h. alle Gegenstände oder Substanzen, die nach den Bestimmungen der Gefahrgutvorschriften als Gefahrgut eingestuft sind;
  • Gegenstände, die aufgrund ihres Gewichts, ihrer Größe oder Beschaffenheit für die Beförderung ungeeignet sind.
  • Es ist Fluggästen untersagt, im Handgepäck oder am Körper Waffen jedweder Art mitzuführen, insbesondere Schuss-, Hieb- oder Stichwaffen sowie unter Gasdruck stehende Behälter, die zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken verwendet werden können. Dasselbe gilt für Munition und explosionsgefährliche Stoffe jedweder Art. Benzinfeuerzeuge sind verboten. Fluggäste sind berechtigt, 1 Gasfeuerzeug am Körper mitzuführen. Camping-Öfen und Kartuschen, welche eine entzündbare Flüssigkeit enthalten, sind grundsätzlich als Gepäck verboten.

6.6.5.3     Für die Beförderung nachfolgend aufgelisteter Gegenstände gilt:

  • Einzeln mitgeführte Lithium-Batterien oder Lithium-Akkus (wie sie in elektronischen Gebrauchsgütern wie etwa Laptops, Mobiltelefonen, Uhren, Kameras usw. gebräuchlich sind) dürfen ausschließlich im Handgepäck befördert werden. Es dürfen höchstens zwei einzelne Lithium-Batterien oder Akkus mit einer Wattstundenleistung bis 160 Wh als Ersatzzellen für elektronische Gebrauchsgüter mitgeführt werden. Die Mitnahme einzelner Batterien oder Akkus mit einer Wattstundenleistung von 100 Wh bis 160 Wh in das Flugzeug bedarf der vorherigen Zustimmung der Yourways. Diese Batterien müssen einzeln gegen Kurzschluss gesichert sein. Weitere Einzelheiten zur Beförderung von Batterien und Akkus können den Sicherheitshinweisen im Internet entnommen werden.
  • Spielzeugwaffen/Scheinwaffen (aus Plastik oder Metall), Katapulte, Besteck, Rasierklingen (sowohl Sicherheits- als auch offene Klingen), handelsübliche Spielzeuge, die als Waffe verwendet werden könnten, Stricknadeln, Sportschläger und sonstige Sport- und Freizeitgeräte, die als Waffe verwendet werden könnten (z. B. Skateboards, Angelruten oder Paddel) sowie sonstige spitze oder schneidende Objekte dürfen nur im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Dasselbe gilt für Nagelscheren, -feilen, Stielkämme und Spritzen (außer für nachgewiesene medizinische Zwecke gemäß Ziffer 6.6.2.9) sowie für Kerzen mit Gelanteil, Schuheinlagen mit Gelanteil, Schneekugeln oder ähnliche Dekorationen, unabhängig von Größe oder Flüssigkeitsmenge. Um Verletzungen zu vermeiden, sind sämtliche spitzen oder scharfen Gegenstände im aufgegebenen Gepäck zu sichern und sicher zu verpacken.
  • E-Zigaretten dürfen nur im Handgepäck oder an der Person mitgeführt werden.

6.6.5.4     Es wird empfohlen, im aufzugebenden Gepäck keine zerbrechlichen oder verderblichen Gegenstände, Gegenstände von besonderem Wert, wie z. B. Geld, Schmuck, Edelmetalle, Edelsteine, Laptops, Kameras, Mobiltelefone, Navigations- oder sonstige elektronische Geräte, Wertpapiere (Anteilsscheine usw.) sowie andere Wertsachen oder Dokumente, Muster, Ausweispapiere, Haus- oder Autoschlüssel, Medikamente oder Flüssigkeiten zu befördern. Um Beschädigungen am Sicherheitsschloss im Zuge von Sicherheitskontrollen zu vermeiden, wird ferner empfohlen, aufzugebendes Gepäck unverschlossen aufzugeben.

 

7. NICHTBEFÖRDERUNG, ANNULLIERUNG, VERSPÄTUNG

7.1 Beschränkung und Ablehnung der Beförderung

7.1.1      Die Yourways oder das ausführende Luftfahrunternehmen sind berechtigt, die Beförderung oder Weiterbeförderung eines Fluggastes und/oder seines Gepäcks insbesondere dann abzulehnen oder vorzeitig abzubrechen, wenn:

  • das Flugzeug, eine Person oder Gegenstände an Bord aufgrund des Verhaltens des entsprechenden Fluggastes in Gefahr gebracht werden;
  • Besatzungsmitglieder bei der Ausübung ihrer Pflicht behindert werden;
  • Anweisungen der Besatzung, insbesondere in Bezug auf das Rauchen und den Konsum von Alkohol, missachtet werden;
  • das Verhalten des Fluggastes andere Fluggäste oder die Flugbesatzung unzumutbaren Belastungen, Sach- oder Personenschäden aussetzt;
  • der begründete Verdacht besteht, der Fluggast werde eine der vorgenannten Handlungen vornehmen; die Beförderung gegen anzuwendendes Recht oder anzuwendende Bestimmungen oder Auflagen des Abflug- oder Ziellandes oder des Landes, welches zu diesem Zeitpunkt überflogen wird, verstoßen würde;
  • der Fluggast Untersuchungen seiner selbst oder seines Gepäcks verweigert, die aus Sicherheitsgründen ggf. erforderlich sind;
  • der Fluggast nicht im Besitz gültiger oder einwandfreier Reisedokumente ist, seine Reisedokumente während des Fluges zerstört oder die Aushändigung der Reisedokumente auf Verlangen an die Besatzungsmitglieder gegen eine schriftliche Empfangsbestätigung verweigert;
  • der Fluggast die für die Durchführung des Fluges erforderlichen Vorschriften (z. B. Pass-, Visa- und Gesundheitsbestimmungen, auch für mitgeführte Tiere) nicht einhält;
  • dem Fluggast die Einreise in ein Land verweigert wird;
  • der Fluggast beim Check-in oder beim Einsteigen nicht nachweisen kann, dass er die Person ist, die in der Buchung als Fluggast genannt ist;
  • der Flugpreis, Steuern, Gebühren oder Zuschläge, einschließlich solcher für vorangegangene Flüge, nicht bezahlt wurden;
  • der Fluggast gegen sicherheitsrelevante Anweisungen der Yourways oder des ausführenden Luftfahrtunternehmens oder gegen Anweisungen im Rahmen der Betriebsvorschriften verstößt;
  • der Fluggast nicht erlaubtes Gepäck mit sich führt gemäß Ziffer 6.6.5;
  • sich der Inhalt des Gepäcks nicht zweifelsfrei feststellen lässt;
  • der begründete Verdacht besteht, dass es sich bei dem Inhalt des Gepäcks um gefährliche Güter handelt;
  • der Fluggast bei der Beförderung von Tieren gegen Ziffer 6.6.4 verstößt;
  • der Fluggast bei Flugantritt mit Gipsverband die in Ziffer 6.5.3 festgelegten Anforderungen nicht erfüllt;
  • der Fluggast den aufgrund eines Gipsverbandes erforderlichen zusätzlichen Platzbedarf nicht nach Ziffer 6.5.3.3 rechtzeitig angemeldet hat;
  • der Fluggast die gemäß Ziffer 6.1 einzuhaltenden Meldeschlusszeiten (Check-in-Zeiten) oder die nach Ziffer 6.3 einzuhaltenden Mindesteinstiegszeiten (Boarding-Zeit) nicht einhält,
  • die Beförderung des Fluggastes mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden wäre
  • sowie in allen weiteren in den ABB ausdrücklich aufgelisteten Fällen.

7.1.2      Die Yourways oder das ausführende Luftfahrtunternehmen sind berechtigt, Fluggäste aus dem Flugzeug zu verweisen, ihre Weiterbeförderung an jedem Ort zu verweigern oder ihre Beförderung auf dem gesamten Streckennetz abzulehnen, falls dies zur sicheren Durchführung des Fluges bzw. zum Schutz von Fluggästen und Besatzung notwendig erscheint. Darüber hinaus ist der verantwortliche Luftfahrzeugführer berechtigt, alle weiteren erforderlichen und verhältnismäßigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und Ordnung an Bord aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen.

7.2          Verspätungen, Änderung von Flugzeiten und Annullierungen

7.2.1      Die Yourways veranlasst ihr Möglichstes, Fluggäste und Gepäck pünktlich zu befördern. Angegebene geplante Flugzeiten sind bis vier Wochen vor Beginn des Fluges unverbindlich. Sollte nach Übersendung einer Buchungsbestätigung bis vier Wochen vor Beginn des geplanten Fluges eine Verschiebung und/oder Stornierung des gebuchten Fluges erfolgen, wird Yourways den Buchenden unverzüglich hierüber informieren, soweit der Buchende bei der Buchung eine Kontaktmöglichkeit mitgeteilt hat. Die Yourways ist bemüht, Änderungen von Flugzeiten auf ein Minimum zu beschränken und alle Fluggäste frühestmöglich von derartigen Änderungen in Kenntnis zu setzen. Nach lokalem Recht sind durch die Behörden verhängte kurzfristige Streckenänderungen und/oder Streichungen aufgrund von Sicherheitsaspekten oder -beeinträchtigungen möglich.

7.2.2      Fluggäste haben die Möglichkeit, sich die Flugzeit telefonisch 24 bis 48 Stunden vor dem jeweiligen Hin- oder Rückflug vom Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten bestätigen zu lassen. Die Yourways empfiehlt weiterhin, dass Fluggäste bei der Buchung eine Telefonnummer oder E-Mail hinterlassen, unter der sie erreichbar sind.

7.2.3      Im Falle der Durchführung des gebuchten Fluges durch ein anderes Luftfahrtunternehmen ist die Yourways verpflichtet, unabhängig vom Grund des Wechsels alle angemessenen Schritte zu unternehmen, damit die Fluggäste über den Wechsel und die Identität des anderen Luftfahrtunternehmens schnellstmöglich in Kenntnis gesetzt werden. In jedem Fall werden die Fluggäste bei der Abfertigung, spätestens jedoch beim Einstieg informiert (Verordnung (EG) Nr. 2111/2005).

7.2.4      Im Falle von Verspätungen und Annullierungen erbringt die Yourways bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen gemäß Verordnung (EG) Nr. 261/2004.

 

8. VERHALTEN AN BORD 

8.1          Fluggäste sind verpflichtet, den Anweisungen der Besatzung zu folgen.

8.2          Fluggäste haben sich zudem an Bord so zu verhalten, dass

  • weder das Flugzeug noch Personen oder Gegenstände an Bord in Gefahr gebracht werden;
  • Besatzungsmitglieder bei der Ausübung ihrer Pflichten nicht behindert werden;
  • andere Fluggäste oder die Flugbesatzung keine Sach- oder Personenschäden erleiden und keinen unzumutbaren Belastungen ausgesetzt sind;
  • sie nicht gegen sicherheitsrelevante Anweisungen der Yourways oder des ausführenden Luftfahrtunternehmens oder gegen Anweisungen im Rahmen der Betriebsvorschriften verstoßen.

8.3          Aus Sicherheitsgründen ist die Benutzung privat mitgebrachter elektronischer Geräte mit Sende- oder Empfangseinheit (z.B. Laptops, Notebooks, Tablets, E-Books, Mobiltelefone) während des Fluges nur dann gestattet, wenn der Flugmodus aktiviert ist bzw. alle Sende- und Empfangsfunktionen deaktiviert wurden. Bluetooth-Zubehör (z.B. kabellose Tastatur, Kopfhörer) darf nur während des Fluges, jedoch nicht während des Starts und der Landung benutzt werden. Während der Sicherheitsunterweisungen ist die Benutzung jeglicher elektronischer Geräte untersagt.

 

9. DATENSCHUTZ

Die Yourways erhebt, verarbeitet und nutzt personenbezogene Daten, soweit dies für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Beförderungsvertrages sowie der mit dem Beförderungsvertrag in Verbindungen stehenden Zusatzleistungen erforderlich ist. Diese Daten werden im Rahmen des Vertragszweckes unter Einsatz von Datenverarbeitungssystemen erhoben, verarbeitet und genutzt. Die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zum Zwecke der Begründung, Durchführung oder Beendigung des Beförderungsvertrages sowie der mit dem Beförderungsvertrag in Verbindungen stehenden Zusatzleistungen. Dies beinhaltet insbesondere: Die Vornahme von Reservierungen, den Erwerb eines Flugscheins, den Erwerb zusätzlicher Dienstleistungen und der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Ermöglichung bzw. Erleichterung von Einreise- und Zollabfertigungsverfahren. In diesem Rahmen übermittelt die Yourways Daten an Dritte, die Vertragspartner der Yourways sind, soweit dies für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Beförderungsvertrages sowie der mit dem Beförderungsvertrag in Verbindungen stehenden Zusatzleistungen erforderlich ist. Soweit Yourways hierzu gesetzlich verpflichtet ist, erhebt Yourways Passdaten und übermittelt diese an Behörden im In- und Ausland. Gleiches kann für im Zusammenhang mit dem Beförderungsvertrag erhobene, verarbeitete und genutzte personenbezogene Buchungsdaten gelten, falls die Übermittlungsanforderungen der jeweiligen Behörde auf zwingenden gesetzlichen Bestimmungen beruhen und die Übermittlung somit für die Erfüllung des Beförderungsvertrages erforderlich ist. Für weitergehende Informationen wird auf die Hinweise zum Datenschutz, abrufbar auf www.yourways.de/rechtliches/datenschutz unter „Datenschutz“, verwiesen. 

 

10. HAFTUNG/ GESETZLICHE HINWEISE

10.1       Es finden die jeweils gültigen Rechtsvorschriften in Verbindung mit den im Montrealer Übereinkommen zur Vereinheitlichung von Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr festgelegten Regelungen in Bezug auf Schäden an Körper und Leben des Fluggaste sowie seines Gepäcks Anwendung. Außer für Verletzungen an Leben oder Körper oder die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung für die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags unabdingbar ist und auf deren Einhaltung der Fluggast regelhaft vertrauen darf, ist die Yourways nur für Schäden haftbar, wenn sie diese vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat; die Bestimmungen des Montrealer Übereinkommens oder anderer, untergeordneter Haftungsbestimmungen, insbesondere Verordnung (EG) Nr. 261/2004) bleiben unberührt. Etwaige Reklamationen und Anfragen in Bezug auf Reisegepäck sollten direkt bei Ankunft am Gepäckschalter vorgetragen werden. Ansonsten können Schäden schriftlich innerhalb der durch Art. 31 des Montrealer Übereinkommens vorgegeben Fristen geltend gemacht werden. Ein entsprechendes Schreiben ist an das Service Center der Yourways unter den in Ziffer 3.1 genannten Kontaktdaten zu richten, alternativ kann das Online-Formular benutzt werden (abrufbar unter: www.yourways.de/kontakt/kontakt). Es wird empfohlen, Wertgegenstände, Medikamente, verderbliche Waren oder zerbrechliche Gegenstände im Handgepäck zu befördern. Es gelten die im Flugschein aufgeführten Informationen zu Haftungsbeschränkungen. Soweit im vorangegangenen Absatz nichts anderes bestimmt ist, finden die Einwendungen aus dem Montrealer Übereinkommen und dem anzuwendenden nationalen Recht uneingeschränkt Anwendung.

10.2       Falls für einen Teil der gebuchten Reise ein anderes Verkehrsmittel als ein Luftfahrzeug genutzt wird (z. B. Rail & Fly), so gelten für diesen Teil der Reise die auf das fragliche Verkehrsmittel anzuwendenden Bedingungen (Art. 38 Abs. 2 Montrealer Übereinkommen). Darüber hinaus haftet Yourways im Falle von Verspätungen und Annullierungen des gebuchten Fluges nicht dafür, dass der Fluggast mögliche von ihm gebuchte Transport- und Reiseleistungen nicht in Anspruch nehmen kann.

Hinweis gemäß dem Anhang zur Verordnung (EG) Nr. 889/2002 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2027/97 des Rates über die Haftung von Luftfahrtunternehmen bei Unfällen:

„Haftung von Luftfahrtunternehmen für Fluggäste und deren Reisegepäck: Diese Hinweise fassen die Haftungsregeln zusammen, die von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft nach den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft und dem Übereinkommen von Montreal anzuwenden sind.

Schadensersatz bei Tod oder Körperverletzung: Es gibt keine Höchstbeträge für die Haftung bei Tod oder Körperverletzung von Fluggästen. Für Schäden bis zu einer Höhe von 113.100 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) kann das Luftfahrtunternehmen keine Einwendungen gegen Schadensersatzforderungen erheben. Über diesen Betrag hinausgehende Forderungen kann das Luftfahrtunternehmen durch den Nachweis abwenden, dass es weder fahrlässig noch sonst schuldhaft gehandelt hat.

Vorauszahlungen: Wird ein Fluggast getötet oder verletzt, hat das Luftfahrtunternehmen innerhalb von 15 Tagen nach Feststellung der schadensersatzberechtigten Person eine Vorschusszahlung zu leisten, um die unmittelbaren wirtschaftlichen Bedürfnisse zu decken. Im Todesfall beträgt diese Vorschusszahlung nicht weniger als 18.096 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung).

Verspätungen bei der Beförderung von Fluggästen: Das Luftfahrtunternehmen haftet für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Fluggästen, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Fluggästen ist auf 4.694 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) begrenzt.

Verspätungen bei der Beförderung von Reisegepäck: Das Luftfahrtunternehmen haftet für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Reisegepäck, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Reisegepäck ist auf 1.131 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) begrenzt.

Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Reisegepäck: Das Luftfahrtunternehmen haftet für die Zerstörung, den Verlust oder die Beschädigung von Reisegepäck bis zu einer Höhe von 1.131 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung). Bei aufgegebenem Reisegepäck besteht eine verschuldensunabhängige Haftung, sofern nicht das Reisegepäck bereits vorher schadhaft war. Bei nicht aufgegebenem Reisegepäck haftet das Luftfahrtunternehmen nur für schuldhaftes Verhalten.

Höhere Haftungsgrenze für Reisegepäck: Eine höhere Haftungsgrenze gilt, wenn der Fluggast spätestens bei der Abfertigung eine besondere Erklärung abgibt und einen Zuschlag entrichtet.

Beanstandungen beim Reisegepäck: Bei Beschädigung, Verspätung, Verlust oder Zerstörung von Reisegepäck hat der Fluggast dem Luftfahrtunternehmen so bald wie möglich schriftlich Anzeige zu erstatten. Bei Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck muss der Fluggast binnen sieben Tagen, bei verspätetem Reisegepäck binnen 21 Tagen, nachdem es ihm zur Verfügung gestellt wurde, schriftlich Anzeige erstatten. Haftung des vertraglichen und des ausführenden Luftfahrtunternehmens: Wenn das ausführende Luftfahrtunternehmen nicht mit dem vertraglichen Luftfahrtunternehmen identisch ist, kann der Fluggast seine Anzeige oder Schadensersatzansprüche an jedes der beiden Unternehmen richten. Ist auf dem Flugschein der Name oder Code eines Luftfahrtunternehmens angegeben, so ist dieses das Vertrag schließende Luftfahrtunternehmen.

Klagefristen: Gerichtliche Klagen auf Schadensersatz müssen innerhalb von zwei Jahren, beginnend mit dem Tag der Ankunft des Flugzeugs oder dem Tag, an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen, erhoben werden.

Grundlage dieser Informationen: Diese Bestimmungen beruhen auf dem Übereinkommen von Montreal vom 28. Mai 1999, das in der Europäischen Gemeinschaft durch die Verordnung (EG) Nr.2027/97 in der durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 geänderten Fassung und durch nationale Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde."

Nimmt der Empfänger aufgegebenes Reisegepäck vorbehaltlos an, so begründet dies die widerlegbare Vermutung, dass es unbeschädigt und entsprechend dem Beförderungsschein abgeliefert worden ist. Die Haftung des Luftfahrtunternehmens ist in allen Fällen auf nachgewiesene Schäden begrenzt. Der zu ersetzende Schaden kann sich bei Mitverschulden reduzieren. Ergänzend wird auf die Haftungsbestimmung in Art. 20 Montrealer Übereinkommen verwiesen 

Hinweis gemäß Verordnung (EG) Nr. 261/2004: 

Diese Hinweise fassen Haftungsregeln zusammen, die von Luftfahrtunternehmen der Europäischen Gemeinschaft gemäß den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft im Falle einer Annullierung, Flugverspätung und/oder Nichtbeförderung anzuwenden sind. Die Verordnung findet nur dann Anwendung, wenn der Fluggast über eine bestätigte Buchung für den betreffenden Flug verfügt, sich (außer im Fall der Flugannullierung) rechtzeitig eingefunden hat, um zur angegebenen Zeit einzuchecken, und zu einem der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Tarif reist. Der Anspruch auf Ausgleichsleistungen wie nachfolgend aufgeführt kann ausgeschlossen werden, wenn das Vorkommnis auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen ist, die sich auch bei Ergreifen aller zumutbare Maßnahmen nicht hätten vermeiden lassen (beispielsweise schlechte Wetterbedingungen, politische Instabilität, Streiks, Sicherheitsrisiken, unerwartete Flugsicherheitsmängel). Desgleichen kann der Anspruch des Fluggastes ausgeschlossen sein, falls er aus vertretbaren Gründen z. B. im Zusammenhang mit der Gesundheit, der allgemeinen oder betrieblichen Sicherheit oder aufgrund unzureichender Einreisedokumente und Passbestimmungen vom Flug ausgeschlossen wurde. 

Laut der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 liegt eine Verspätung vor, wenn sich der Abflug gegenüber der planmäßigen Abflugzeit bei Flügen über 3500 km Entfernung um mindestens 4 Stunden, bei Flügen zwischen 1500 und 3500 km sowie bei Flügen von mehr als 1500 km innerhalb der EU um mindestens 3 Stunden und bei Flügen bis 1500 km Entfernung um mindestens 2 Stunden verzögert. Falls nach vernünftigem Ermessen absehbar ist, dass der Flug wesentlich verspätet sein wird, hat der Fluggast Anspruch darauf, von der Yourways Betreuungsleistungen zu erhalten. Diese Leistungen beschränken sich auf im Verhältnis zur Wartezeit angemessene Erfrischungen und die Möglichkeit für zwei Telefonate, Faxe oder E-Mails. Eine Unterkunft für die Nacht wird bereitgestellt, sofern dies nach Ermessen der Fluglinie erforderlich ist. Die Yourways braucht keine Betreuungsleistungen anzubieten, wenn hierdurch der Abflug noch weiter verzögert würde. Bei Verspätungen über 5 Stunden hat der Fluggast Anspruch auf eine Erstattung der Kosten für den Flugschein in Bezug auf nicht zurückgelegte Reiseabschnitte, und für bereits zurückgelegte Reiseabschnitte nur insoweit, wie der Flug im Hinblick auf die ursprüngliche Reiseplanung des Fluggastes zwecklos geworden ist, ggf. in Verbindung mit einem Rückflug zum ersten Abflugort zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Bei freiwilligem oder unfreiwilligem Ausschluss vom gebuchten Flug im Falle einer Überbuchung hat der Fluggast gegenüber der Yourways Anspruch auf Betreuungsleistungen und Erstattung im bereits beschriebenen Umfang. Zusätzlich wird dem Fluggast eine anderweitige Beförderung zum Endziel der gebuchten Flugreise angeboten. Diese Ersatzbeförderung erfolgt zum frühestmöglichen Zeitpunkt und unter vergleichbaren Bedingungen.

Vorbehaltlich verfügbarer Sitzplätze kann der Fluggast stattdessen auch zu einem späteren Zeitpunkt oder einem von ihm gewünschten Zeitpunkt zu seinem Endziel reisen, wobei dann Verpflegungs-, Hotel- und Transferkosten, gerechnet ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der angebotenen Ersatzbeförderung, von ihm selbst zu tragen sind. Fluggäste, die unfreiwillig von der Beförderung ausgeschlossen werden, haben zusätzlich Anspruch auf eine Ausgleichszahlung (in bar, per Scheck oder Überweisung oder, mit ihrer Einwilligung, in Form eines Gutscheins). Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der geplanten Reiseentfernung und von der angebotenen anderweitigen Beförderung. Bei Flugentfernungen bis zu 1500 km beträgt die Ausgleichszahlung 250 EUR, zwischen 1500 und 3500 km und bei Flügen innerhalb der EU von mehr als 1500 km 400 EUR und bei allen anderen Flügen 600 EUR. Wird dem Fluggast ein Alternativflug angeboten, dessen Ankunftszeit bei Flügen von bis zu 1500 km nicht später als 2 Stunden, bei Flügen zwischen 1500 und 3500 km nicht später als 3 Stunden und bei allen Flügen über 3500 km nicht später als 4 Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit des ursprünglich gebuchten Fluges liegt, beläuft sich die Ausgleichszahlung auf lediglich 50 % der oben genannten Zahlungsbeträge, d. h. 125 EUR, 200 EUR oder 300 EUR. Sollte der Flug, für den der Fluggast eine bestätigte Buchung hat, annulliert worden sein, hat er die gleichen Rechte auf anderweitige Beförderung, Betreuungsleistungen, Erstattung und Ausgleichszahlung wie oben aufgeführt. Falls die Annullierung des Fluges aufgrund außergewöhnlicher Umstände erfolgte, die sich auch bei Ergreifen aller zumutbaren Maßnahmen nicht hätten vermeiden lassen, hat der Fluggast keinen Anspruch auf Ausgleichsleistungen. Desgleichen besteht kein Recht auf eine Ausgleichszahlung bei Information über die Annullierung mindestens 14 Tage vor dem gebuchten Abflug, bei Information über die Annullierung innerhalb von 14 Tagen und 7 Tagen vor dem gebuchten Abflug und Abflug des angebotenen Alternativfluges nicht mehr als 2 Stunden vor der ursprünglichen Abflugzeit oder Ankunft nicht mehr als 4 Stunden nach der geplanten Ankunftszeit sowie bei Information über die Annullierung weniger als 7 Tage vor dem Abflug und Abflug nicht mehr als 1 Stunde vor der ursprünglichen Abflugzeit oder Ankunft nicht mehr als 2 Stunden nach der geplanten Ankunftszeit. Zuständige Beschwerdestelle im Sinne der Verordnung ist für die Bundesrepublik Deutschland: das Luftfahrt-Bundesamt (LBA), Hermann-Blenk-Str. 26, 38108 Braunschweig, für Österreich: das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Postfach 3000, Radetzkystr. 2, AT-1030 Wien, für die Schweiz: Office Fédéral de l’Aviation Civile, CH-3003 Bern. 

Hinweis gemäß Verordnung (EG) Nr. 2111/2005: 

Die Yourways unterrichtet unabhängig vom genutzten Buchungsweg die Fluggäste bei der Buchung über die Identität der/des ausführenden Luftfahrtunternehmen(s). Ist die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens bei der Buchung noch nicht bekannt, so stellt die Yourways sicher, dass der Fluggast über den Namen der bzw. des Luftfahrtunternehmen(s) unterrichtet wird, die bzw. das wahrscheinlich als ausführende(s) Luftfahrtunternehmen der betreffenden Flüge tätig werden bzw. wird. In diesem Fall sorgt die Yourways dafür, dass der Fluggast über die Identität der bzw. des ausführenden Luftfahrtunternehmen(s) unterrichtet wird, sobald diese Identität feststeht. Wird das bzw. die ausführenden Luftfahrtunternehmen nach der Buchung gewechselt, so leitet die Yourways unabhängig vom Grund des Wechsels unverzüglich alle angemessenen Schritte ein, um sicherzustellen, dass der Fluggast so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. In jedem Fall werden die Fluggäste bei der Abfertigung oder, wenn keine Abfertigung bei einem Anschlussflug erforderlich ist, beim Einstieg unterrichtet.

Achtung: Diese Hinweise sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 889/2002, Verordnung (EG) Nr. 261/2004 und Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 erforderlich. Diese Hinweise stellen keine Anspruchsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch dar, noch können sie zur Auslegung der Bestimmungen des Montrealer Übereinkommens verwendet werden.

 

11. FRISTEN FÜR ERSATZANSPRÜCHE UND KLAGEN, RECHTSWAHL, GERICHTSSTAND

11.1 Fristgerechte Schadensanzeige

Nimmt der Empfänger aufgegebenes Reisegepäck vorbehaltlos an, so begründet dies die widerlegbare Vermutung, dass sie unbeschädigt und entsprechend dem Beförderungsvertrag abgeliefert worden ist. Im Fall der Beschädigung muss der Empfänger unverzüglich nach der Entdeckung des Schadens, bei aufgegebenem Reisegepäck jedenfalls binnen sieben (7) Tagen dem Luftfrachtführer Anzeige erstatten. Verspätungsschäden müssen binnen einundzwanzig (21) Tagen, nachdem das Reisegepäck dem Empfänger zur Verfügung gestellt worden ist, dem Luftfrachtführer erklärt werden. Schadensmeldungen müssen schriftlich erklärt werden. Wird die Anzeigefrist versäumt, so ist jede Klage gegen die Yourways ausgeschlossen.

Ein entsprechendes Schreiben ist an die Yourways Luftverkehrsgesellschaft mbH, Kundenservice, Leher Landstraße 14, 27607 Geestland, Deutschland, zu richten, alternativ kann das Online-Formular benutzt werden (abrufbar unter: www.yourways.com/kontakt/kontakt). Es wird empfohlen, Wertgegenstände, Medikamente, verderbliche oder zerbrechliche Gegenstände im Handgepäck zu befördern.

11.2 Klagefristen

Im Rahmen einer internationalen Beförderung von Personen oder Reisegepäck können Klagen auf Schadenersatz nur binnen einer Ausschlussfrist von zwei Jahren erhoben werden; die Frist beginnt an dem Tag, an dem das Luftfahrzeug am Bestimmungsort angekommen ist oder an dem es hätte ankommen sollen oder an dem die Beförderung abgebrochen worden ist. Die Berechnung der Frist richtet sich nach dem Recht des angerufenen Gerichts.

11.3 Rechtswahl

Sofern zwingendes Recht nicht entgegensteht, unterliegt der Beförderungsvertrag, einschließlich dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen sowie aller sonstigen tariflichen Regelungen im Verhältnis zum Buchenden, sowohl bezüglich der Flugbeförderung als auch in Bezug auf etwaige Zusatzleistungen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss der Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts und unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (United Nations Convention of Contracts for the International Sales of Goods, CISG).

11.4 Gerichtsstand

Ist der Buchende Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs, juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher – auch internationaler Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis unmittelbar oder mittelbar ergebenden Streitigkeiten der Geschäftssitz der Yourways in Geestland. Entsprechendes gilt, wenn der Buchende Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist. Yourways ist jedoch in allen Fällen auch berechtigt, Klage am Erfüllungsort der Lieferverpflichtung gemäß diesen ABB bzw. einer vorrangigen Individualabrede oder am allgemeinen Gerichtsstand des Buchenden zu erheben. Vorrangige gesetzliche Vorschriften, insbesondere zu ausschließlichen Zuständigkeiten, bleiben unberührt.

 

12. VERSCHIEDENES

Sollten eine oder mehrere Klauseln dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen unwirksam sein, wird die Wirksamkeit der übrigen Klauseln hierdurch nicht berührt. Die Vertragsparteien werden anstelle der unwirksamen Bestimmung eine wirksame Bestimmung vereinbaren, die dem wirtschaftlichen Bedeutungsgehalt der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.